Die Bleichbarkeit verschiedener Flächse und Flachsmischungen by Ingeborg Lambrinoû

By Ingeborg Lambrinoû

Schon bei einem Vergleich geernteter Flachsstengel lassen sich auffallige Farb unterschiede erkennen. Die Stengelfarbe reicht von Grun uber Grungelb, Gelb, Braun bis Schwarzlichbraun. Sie ist u. a. abhangig von Wachstumsbedingungen, Reifegrad, Erntewetter und gegebenenfalls auch von Krankheiten. Ebenso unterschiedliche Farbungen weisen die Rohflachse auf. Da die Faser zellulose selbst reinweiss ist, wird diese Farbigkeit fraglos durch andersartige Substanzen verursacht, die entweder der Faser anhaften oder in ihr enthalten sind. Der Gehalt an reiner Zellulose in gerosteten Flachsen bewegt sich nach E. ScHILLING zwischen sixty five und 89% bei einem Feuchtigkeitsgehalt von eight bis 12%. Selbst wenn die im Hechel-, Kardier- und Spinnprozess erfolgende Reinigung berucksichtigt wird, konnen in ungunstigen Fallen etwa 20-25% des Gewichtes auf meist farbige Substanzen fallen, die in der Bleiche weitgehend entfernt werden sollen. Meistens wird ihr Anteil am Rohfasergewicht allerdings tiefer liegen und 10-15% nicht uberschreiten. Eine Vorstellung von der paintings dieser Faserbegleitsubstanzen lasst sich beim Be trachten des Stengelquerschnittes erhalten, wobei allerdings die sich bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung der Faser abspielenden Verande rungen zu berucksichtigen sind. Der Flachsstengel wird nach aussen durch ein dunnes Kutinhautchen, die Kutikula, abgeschlossen. Die Kutikula besitzt eine Wachsauflage, ist fur Wasser und Gase schwer durchlassig und verhindert in wirksamer Weise schadliche Wasserverluste der Pflanze durch Verdunstung. Die Wachsauflage der Kutikula ist im wesent lichen fur den Wachsgehalt der Rohfaser (1-2%) verantwortl

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Oberrheinische Studien: Band III: Festschrift für Günther Haselier aus Anlaß seines 60. Geburtstages am 19. April 1974

Der dritte Band der Oberrheinischen Studien, der nur zwei Jahre nach dem in der wissenschaftlichen Fachwelt intestine aufgenommenen zweiten Band mit For­ schungen zur neueren badischen Geschichte der öffentlichkeit vorgelegt werden kann, erscheint im 15. Jahr des Bestehens der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein.

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Tab. 14 Verfahren Bleichbäder Kochbäder Bleichzeit Weißgrad in% Maximale Differenz Farbausgleich A 3 1 ca. 9h 74-69 70-66 5/4 ++ B 2 5-6 h 69-63 75-70 6/5 +++ c 4 2 ca. 12 h 68-64 65-60 4/5 D 2 1 ca. 8h 64-58 60-55 6/5 E 4 ca. 11 h 60-54 54-59 6/5 F 3 ca. 11 h 74-70 73-68 4/5 2 + +++ Immerhin ist die Tatsache wichtig, daß sich durch eine in der Praxis übliche Mischung verschiedener Flächse die Unterschiede in Weißgrad und Farbton beträchtlich verringern können. In welchem Maße die Angleichung erfolgt, erweist sich beim V er gleich der maximalen Differenzen im Weißgrad der Garne, die aus einheitlichen Flächsen und derer, die aus Flachsmischungen gesponnen wurden: vgl.

Wasserröste/Slanetz Mischungsverhältnis 1:1 1:1 1:1 1:1 1:1 1:1 1:1:1 1:1:1 1:1:1:1 Die für die Flächse gewählten Kennbuchstaben sind in diesem Teil der Arbeit vermindert worden, um die Mischungen verschiedener Flächse klarer bezeichnen zu können. 12 Die beiden Serien wurden mit mehrjährigem Zeitabstand durchgeführt. 11 32 Diese Garne wurden, wie auf Seite 13 beschrieben, gemeinsam nach sechs verschiedenen Verfahren in Kreuzspulaufmachung, mit jeweils einer Wiederholung 13 gebleicht. Außerdem wurden ihnen jeweils Proben der unversponnenen Ausgangsstoffe - in Gazesäckchen verpackt - beigegeben, um das V erhalten der reinen Spinnstoffe im Verlauf der Bleichbehandlung verfolgen zu können.

DM 58,- HEFT 1675 Obering. -Phys. Siegfried Hohe Institut für textile Meßtechnik, Mönchengladbach Untersuchungen über die Gründe von Abweichungen in der Fadenlänge gleichartiger und unter gleichen Voraussetzungen hergestellter Garnkörper HEFT 1766 Prof Dr. F. H. Müller und Dr. G. -Chem. Dr. rer. nat. Hans Günther Fröhlich Forschungsinstitut der Hutindustrie e. -Ing. -Ing. E. h. -Ing. Alfred Kühne! -Westf. Technischen Hochschule Aachen Ein Modell für die Anordnung der Elementarfäden in einem gedrehten Faden In Vorbereitung Raumklima in Textilindustriebetrieben; insbesondere elektrostatische Raumluftaufladung und relative Luftfeuchtigkeit HEFT 273 Kar/ H.

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