Die Fragmentierung des Medienpublikums: Bestandsaufnahme und by Ulrike Handel

By Ulrike Handel

Die Debatte um die Fragmentierung und ihrer mutmaßlichen Folgen ist voll entbrannt. Der Band unternimmt erstmals den Versuch, die Fragmentierung der Mediennutzung differenziert zu beschreiben, sie messbar zu machen und empirisch zu überprüfen, welche Determinanten den Grad der Fragmentierung bestimmen. Die Ergebnisse der empirischen Studie zeigen, dass sich die Befragten in ihrem Mediennutzungsverhalten relativ stark voneinander unterscheiden, aber trotz Fragmentierung miteinander über ihre Medienerfahrungen reden. Dabei kristallisieren sich die Interessen an bestimmten Themen und die mediale Versorgung der Haushalte als zentrale Determinanten der Fragmentierung heraus. Für eine übertriebene Furcht vor der Fragmentierung und ihren Folgen liefert die vorliegende Untersuchung keine Argumente. Sie macht vielmehr deutlich, dass Fragmentierung kurz vor der Jahrtausendwende gar nichts Besonderes ist.

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Der Nutzungsgipfel während der Primetime (18 und 20 Uhr) sinkt etwas und die Randzeiten bzw. die Nacht gewinnen an Nutzern (vgl. auch Darschin. 36 Allerdings ist die Verteilung der Fernsehnutzung im Tagesablauf noch kein ausreichender Beleg für Fragmentierung. Das Nutzungsverhalten kann ein hohes Maß an gemeinsamer Mediennutzung und damit Überschneidung bergen, wenn sich dieser Trend bei allen Publikumsmitgliedern in gleicher Weise abspielt. Inwiefern sich die Nutzer in ihrer Nutzung im Tagesablauf zu verschiedenen Zeitpunkten tatsächlich überschneiden, ist bisher noch nie untersucht worden.

Diese quantitativen Reichweitenentwicklungen bei Printtiteln und Fernsehsendern sind jedoch keine ausreichenden Indikatoren für die Fragmentierung und den damit verbundenen Grad der Überschneidung in der Mediennutzung (vgl. 1). Denn hinter den sich aus einer Angebotsperspektive so plausibel abzeichnenden Marktanteile sind eine Vielzahl möglicher Nutzungsprozesse denkbar, die für das Zustandekommen der Zahlen maßgeblich sind (vgl. Jäckel, 1996, S. 175, 199). Zur Messung von Fragmentierung müßte man daher das Ausmaß der Überschneidung von Publika verschiedener Fernsehsender und Printtitel abbilden.

Diese Zahl macht deutlich. daß längst nicht die ganze Bevölkerung wenigstens ein ge- meinsames Repertoire an relativ grundlegenden, überall erhältlichen und weitverbreiteten Mediengattungen täglich nutzt. Empirische Anhaltspunkte für eine Fragmentierung auf der Gattungsebene, besonders unter Berücksichtigung der Überschneidung in der Nutzung mehrerer Gattungen (Repertoire), fehlen weitgehend in der bisherigen Medienforschung. Es gibt zwar Nutzungsstudien, die mehrere Gattungen und Angebote untersuchen (Kliment, 1997; Kubitschke & Trebbe, 1992), in diesen ist der Aspekt der Überschneidung jedoch in keiner Weise berücksichtigt.

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